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Konzept
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Die TFS Theater- und Filmwerkstatt im Stahlwerk eröffnete im Januar 2007 eine Schauspielschule, in der angehende Schauspieler und Regisseure ausgebildet werden. Es wird praxisbezogen ausgebildet für die Arbeitsbereiche Bühne Film Funk Fernsehen. In der Erkenntnis, dass die Entwicklung des Schauspiels heute ganz verschiedenartige Aufgaben stellt, soll in den Studierenden zunächst das Gefühl und Bewusstsein des Stils für seine Aufgabe geweckt werden, dass er jeden Dramatiker in seiner Art auffassen und darstellen lernt. Ein Hauptgewicht der Ausbildung wird auf Technik bestehend aus Sprecherziehung und Bewegung gelegt. Sprechen und sich bewegen können, sind das Handwerkszeug des Schauspielers und Voraussetzung der künstlerischen Gestaltung. Beherrscht der Schauspieler seine Techniken, ist er den Herausforderungen des modernen Theaters gewachsen. Improvisationsübungen dienen der Entfaltung und Steigerung der Phantasie. Hier werden die in der Sprecherziehung und Bewegung erlernten Fähigkeiten ausprobiert und die künstlerischen Darstellungsmöglichkeiten gesteigert. |
Als weiteres Rüstzeug wird die Soziologie des Theaters und Theatergeschichte zum Gegenstand der pädagogischen Ausbildung gemacht. Die Studierenden erhalten Kenntnisse der Entstehung und Entwicklung des Theaters und der Schauspielkunst in Europa und den USA von der Antike bis in die Gegenwart. Dabei dient die Theatergeschichte auch als Leitfaden in der Ausbildung. Die jeweilige Epoche und ihre Ideen werden nicht nur theoretisch, sondern zeitgleich im dramatischen Unterricht behandelt. Die Studierenden lernen die verschiedenen schauspieltheoretischen und stilistischen Tendenzen, die die Beziehung zwischen Schauspieler und Rolle bezeichnen, kennen, insbesondere: - Involviertheit (Stanislawski, Strasberg) - Distanziertheit (Brecht, Meyerhold) - Selbstausdruck (Grotowski) In der Ausbildung wird vor allem nach der auf der Lehre von Konstantin Stanislawski fußenden Methode des als von Lee Strasberg bezeichneten Method Acting gelehrt. Sie ist in besonderer Weise geeignet, die Darstellung echter und wahrhaftiger Charaktere zu erreichen. Die Ausbildung erfolgt praxisnah. Im letzten Jahr wird ein Stück bzw. werden Szenen einstudiert, die der Öffentlichkeit in Form einer Aufführung präsentiert werden und den Abschluss der Bühnenreife bilden. |
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